Freitag, 17. Februar 2017

Symphonie des Lichts


von Grietje van der Veen

Zuerst muss ich mich entschuldigen für das Fehlen des «Wordless Wednesday» von dieser Woche. Irgendwie hat es nicht geklappt.

Als ich Mai 2015 zusammen mit Gabi Mett in Leiden (NL) war, besuchten wir das Sieboldhuis, wo verschiedene Textilkunst-Ausstellungen zu sehen waren. Ganz oben unter dem Dach befanden sich die wohl schönsten und eindrucksvollsten Exponate, die ich je gesehen habe. Ich war überwältigt von der umwerfenden Schönheit der Kimonos, die dort kunstvoll ausgestellt waren: in der Dunkelheit, nur die Kimonos waren beleuchtet.

Der Künstler Itchiku Kubota widmete sein ganzes Leben der japanischen Färbekunst. Schon als 14-jähriger verliess er die Schule, um Lehrling eines Färbers zu werden. Fünf Jahre später machte er sich schon selbständig. Als er ein gefärbtes Stück Stoff tsujigahana aus dem 16. Jahrhundert entdeckte, war es um ihn geschehen. Es enthielt zwar alle bekannten Shibori-Elemente, aber der Stil war ihm unbekannt. Da keine Aufzeichnungen mehr über die Herstellung dieser Technik existierten, folgten Jahre des Experimentierens, bis er seine Interpretation des tsujigahana fand, die er kontinuierlich verfeinerte.

Zugleich entwickelte er ein Konzept, Kimonos nicht als einzelnes Kleidungsstück zu entwerfen, sondern diese neben einander aufzuhängen als eine Art Leinwand für grosse Panoramas. Jeder einzelne Kimono zeigt ein eigenständiges Bild, nebeneinander entfalten sie sich zu einer ausgestreckten Landschaft.

Sein Projekt «Symphonie des Lichts» sollte 80 Stücke enthalten. Wenn man bedenkt, dass es für die Fertigstellung eines Kimonos ein ganzes Jahr braucht, ein nahezu unmögliches Unterfangen. Die Serie ist tatsächlich nicht fertig geworden.
 
Die Bilder, die ich jetzt zeige sind dem Buch "The Textile Artistery of Itchiku Kubota - Kimono from the Kubota Collection" entnommen. 

Auf meiner Japanreise habe ich das Museum besucht. ein Highlight meiner Reise. Leider gab es im Museumsshop nichts, was ich hier verwenden könnte.
Mount Fuji

Detail

Im unteren Teil sind ein Teill der Symphony of Light zu sehen








Mount Fuji

Mount Fuji

Mount Fuji




Montag, 13. Februar 2017

teximus 2

von Judith Mundwiler

In gut einem Monat werden wir die Ausstellung "teximus2" in der Altstsadthalle in Zug aufhängen.
Die Vorbereitungen schreiten voran. Heute haben wir über eintausend Einladungskarten in Couverts gesteckt, frankiert, adressiert und zur Post gebracht.






Vielleicht sind Sie ja auf unserer Adressliste und werden nächste Woche von uns Post bekommen.
Einige von Ihnen werden auch die Einladung per Mail erhalten von uns TAF Frauen.
Wenn das nicht der Fall ist und Sie gerne eine Einladung per Post zugeschickt haben möchten, schreiben Sie das uns doch mit Ihrer Anschrift auf: info@tafch.ch 
Ich werde Ihnen umgehend eine Karte schicken.

Hier nochmals die genauen Daten zum festhalten in Ihrer Agenda:

Datum: 16. bis 19. März 2017

Ort: Altstadthalle, Unter Altstadt 14, 6300 Zug

Vernissage:              Donnerstag, 16. März  19.00 Uhr
Öffnungszeiten:       Donnerstag, 16. März  18.30 bis 21.00 Uhr
                                 Freitag,        17. März  11.00 bis 19.00 Uhr
                                 Samstag,      18. März  11.00 bis 19.00 Uhr
                                 Sonntag,      19. März  10.00 bis 17.00 Uhr

Und hier noch die Einladungskarte:



Donnerstag, 9. Februar 2017

Linien

von Judith Mundwiler

Ich stelle Ihnen heute einen Künstler und eine Künstlerin vor, die beide mit Linien arbeiten.

Ich habe irgendwo im  Netz Victor Ekpuk entdeckt und war von Anfang an fasziniert von seinen Wandzeichnungen, die er meist vor Ort anfertigt. Oft zeichnet er mit Kreide und putzt dann das Werk wieder weg. So wie in der Schule die Wandtafel wieder geputzt wird nach einer Lektion.

Ekpuk ist bekannt für seine improvisatorische Verwendung von "nsibidi" Piktogrammen, die als Mittel der schriftlichen Kommunikation seit Jahrhunderten in Westafrika und Nigeria, wo er geboren wurde, gedient haben.

Geleitet von der ästhetischen Philosophie nsibidi, wo Zeichen-Systeme verwendet werden, um Ideen zu vermitteln, re-imaginiert er grafische Symbole aus verschiedenen Kulturen und entwickelt das Zusammenspiel von Kunst und Schrift zu einem persönlichen Stil.

Schauen Sie sich mal die folgenden Bilder an, welche ich im Internet beim "googlen" unter dem Namen "Victor Ekpuk" gefunden habe. Ich ermuntere Sie, ebenfalls nach Bildern von ihm zu suchen. Sie finden wunderbare Impressionen, die auch Inspiration sein können für eigene textile Arbeiten mit der Nähmaschine oder zum Sticken von Hand.
Auch auf der Webseite von ihm finden Sie weitere Infos zu seinen Werken.
Link: Victor Ekpuk







Wenn Sie Ihn beim Zeichnen erleben möchten, schauen Sie sich doch diesen Film hier an!
Oder diesen Film hier.
Sie finden auch weitere Filme beim "googeln" von seinem Namen wenn Sie "Videos" anklicken.


Die zweite Künstlerin, die auch mit Linien arbeitet, ist schon etwas näher beim Textilen.
Sie heisst Gunjan Aylawadi. Sie ist in Indien geboren und lebt heute in Sydney.
Ihre Werke bestehen aus aberhunderten von feinen Papierröllchen oder Papierlocken, welche sie auf einen vorgezeichneten Hintergrund klebt.
Die Muster sind absolut faszinierend in Perfektion und Farbigkeit!
Die folgenden Fotos sind von ihrer Webseite. Dort finden Sie noch mehr Infos.
Webseite von Gunjan Aylawadi.








Mittwoch, 8. Februar 2017

Freitag, 3. Februar 2017

Im Kleinen wie im Großen!

von:
Gabi Mett

Der Sandstrand hat im Winter seinen besonderen Reiz, so auch auf der Insel Sylt.

Neben dem Unterrichten blieb genug Zeit, um die Umgebung zu erkunden und ausgedehnte Spaziergänge zu machen. Man entdeckt Skurriles, Fundstücke, Muscheln, Schnecken und Seesterne und dann auch ganz ausgefallene Dinge. Das Bild vom Mittwoch zeigt eine Plastikflasche, die - noch mit Wasser gefüllt -, aus dem Sand herauslugte.

Im Watt habe ich dann eine besonders schöne Entdeckung gemacht. Schauen Sie sich diese Bilder an.

 




Immer wieder waren solche oder ähnliche Kreise zu entdecken und erst bei ganz genauem Hinsehen konnte man entdecken, wie sie entstanden sind. Ganz feine Gräser konnte man im Mittelpunkt der Zeichen entdecken. Durch den Wind kam es zu einer stetigen Bewegung, die dann  wiederum zu diesen tollen Reliefs führte. Sie erinnerten mich an meine Zeichen Serien aus dem vergangenen Jahr, in denen ich immer wieder aufs neue mit einem dicken Stift Kreise gezogen habe, oft 20 in einer Stunde, alle mit der gleichen Voraussetzung, aber immer mit einem anderen Ergebnis.

 
 
 
 
 
 

Sie erinnerten mich auch an meine Stickereien, in denen ich immer vom Kreis ausging.

 

 
 
 
 
 
 

Und dann kam mir noch die große Kunst in den Sinn: Günther Ückers Sandmühle aus dem Jahr 1970. Ein Video finden Sie hier

Ich denke, bei genauerer Betrachtung werden Sie noch weitere Ideen und Entdeckungen hinzufügen können.
 
 
 
 
 
 
 
 

Mittwoch, 1. Februar 2017

Freitag, 27. Januar 2017

Ausstellung im Wald





eine nicht ganz ernst gemeinte Beschreibung von Ursula Suter

In den ersten kalten und nebligen Wintertagen ist es im Wald wie in einer grossen
Freiluft - Ausstellung. Die Künstlerinnen sind die Spinnen, ihre Assistenten der Nebel und die Kälte. Sie alle haben ihre Aufgaben auf meisterliche Art gelöst. Einmal mehr berührt mich die Schönheit der Natur.

Das Thema der ersten Reihe an Kunstwerken ist „Spielfäden – Fadenspiele“ 
 



Diese Serie erinnert mich an meine Kinderzeit. Schnell hole ich einen langen Faden und probiere aus welche Fadenspiel - Figuren mir noch geläufig sind. Auch der Besuch wird eingespannt.
Wir erinnern uns an einige Figuren
müssen aber noch etwas üben
Die zweite Gruppe hatte das Thema „Kommunikation“. Die klaren mutigen Linien berühren mich in ihrer Einfachheit und lassen mich staunen über die akrobatischen Fähigkeiten der Künstlerinnen.



In der dritten Gruppe setzen sich die Künstlerinnen mit Raum, Form und Zwischenräumem auseinander.







Im vorangehenden Blog von Gabi Met sind Werke von japanischen Künstlern zu sehen, die sich wie mir scheint, mit dem gleichen Thema beschäftigt haben.


Die Sonne kommt und die zauberhaften Gebilde schmelzen und zerfallen. Am nächsten Tag ist nichts mehr sichtbar.